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Vereinssport-Notizen aus BaselKleinbasel, am Rhein
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Basel draussen Lacrosse |
Vereinssport in Basel: mein Weg zu neuen LeutenIch heisse Nadia, bin Physiotherapeutin und wohne im Kleinbasel, im Matthäus. Aufgewachsen bin ich in Liestal, also nur zwanzig Minuten entfernt. Trotzdem kannte ich in Basel nach dem Umzug genau zwei Leute. Eine davon war meine Zahnärztin. Was hat geholfen? Keine App, keine Bar, kein Kochkurs. Ein Verein. Genauer gesagt: mehrere Vereine, nacheinander, mit ein paar Fehlversuchen dazwischen. Auf dieser Seite schreibe ich auf, was ich dabei gelernt habe.
Warum gerade ein VereinIn der Stadt triffst du jeden Tag hunderte Menschen. Du redest mit fast keinem. Im Tram schaut jeder aufs Handy, im Büro redet man über Arbeit, und in der Bar ist es zu laut. Ein Verein ist anders, weil er dir einen Grund gibt, die gleichen Leute jede Woche wieder zu sehen. Das klingt banal. Es ist aber der ganze Trick. Freundschaft entsteht nähmlich nicht beim ersten Gespräch, sondern beim zehnten. Und das zehnte Gespräch passiert ganz von allein, wenn ihr jeden Dienstag zusammen Bälle einsammelt, über den Trainer lästert oder im Regen auf das letzte Tram wartet. Niemand muss jemanden anrufen. Niemand muss etwas planen. Der Kalender macht das für euch. Dazu kommt: Beim Sport hast du immer ein Thema. Wer schon mal nach einem verlorenen Spiel in der Garderobe sass, weiss, wie schnell man da ins Reden kommt. Peinliche Pausen gibt es kaum, weil irgendwer garantiert über seinen schlechten Pass jammert. Was du auf dieser Seite findestIch habe die Seite nach den Fragen geordnet, die mir Freundinnen am häufigsten stellen. Wer erst einmal wissen will, was im Raum Basel überhaupt angeboten wird, schaut in meine Liste der Vereine in Basel. Wer Angst vor dem ersten Abend hat, liest zuerst, wie ein Probetraining abläuft und wie du dort nicht allein am Rand stehst. Für alle, die gezielt Männer und Frauen im gleichen Team suchen, gibt es eine Seite über Mixed-Sport. Und weil die Frage immer kommt, irgendwann nach dem dritten Bier: Ja, ich schreibe auch darüber, wie das ist, wenn aus einem Teamkollegen mehr wird. Das steht unter Sport und Dating. Dazu ein paar Basler Klassiker: der Rhein im Sommer, Laufen in den Langen Erlen und die grossen Sportanlagen der Stadt. Und natürlich Lacrosse, der Sport, nach dem diese Seite heisst. Kleine Übersicht zum StartDie Tabelle ist kein Ranking. Sie zeigt nur, wie leicht du in eine Sportart reinkommst und ob dort Frauen und Männer zusammen spielen.
Und warum Lacrosse?Ehrlich gesagt: Ich habe Lacrosse genau einmal gespielt. Das Ergebnis war ein blauer Fleck am Schienbein und ein Ball, der in der falschen Richtung über den Zaun flog. Aber genau dieser Abend hat mir gezeigt, wie gut so ein Probetraining funktioniert. Nach neunzig Minuten kannte ich zwölf Namen. Nach einem Jahr Pilates kannte ich keinen. Wer wissen will, was das für ein Sport ist, findet auf der Seite über Lacrosse eine einfache Erklärung, inklusive Olympia und Schweizer Verband. Ich bin dabei aber nur Zuschauerin mit einem einzigen Probetraining im Lebenslauf. Ich vertrete keinen Club. Mein Rat für den AnfangSuch dir nicht die Sportart, in der du am besten bist. Such dir die, bei der die Leute nach dem Training noch dableiben. Das merkst du schnell: Steht nach dem Schlusspfiff alles sofort unter der Dusche und verschwindet, dann ist das ein Fitnessclub mit Vereinsstatuten. Sitzt die halbe Mannschaft danach noch eine Stunde draussen auf der Bank, bist du richtig. Zweiter Punkt: Geh mindestens dreimal hin. Beim ersten Mal bist du die Neue. Beim zweiten Mal erinnert sich jemand an deinen Namen. Beim dritten Mal fragt dich jemand, ob du am Samstag ans Turnier mitkommst. Wer nach dem ersten Abend aufgibt, hat den besten Teil verpasst. Dritter Punkt, und der ist mir als Physio wichtig: Fang langsam an. Ich sehe in der Praxis jeden Herbst die gleichen Leute, die nach zehn Jahren Pause mit voller Wucht in ein Fussballtraining gestiegen sind. Die Achillessehne findet das selten lustig. Lieber vier Wochen locker und dann richtig, als drei Monate Pause wegen einer Zerrung. Für wen diese Seite gedacht istFür Leute, die neu in Basel sind. Für Leute, die schon lange hier sind, aber merken, dass der Freundeskreis kleiner wird, weil alle Kinder bekommen oder nach Zürich ziehen. Für Singles, denen das Wischen auf dem Handy langsam zum Hals raushängt. Und für alle, die einfach wieder etwas Bewegung wollen und nichts dagegen haben, dabei neue Leute zu treffen. Ich bin keine Expertin für Vereinsrecht und auch keine Trainerin. Ich bin einfach eine Baslerin, die seit Jahren in Vereinen spielt und gesehen hat, wie gut das funktioniert. Wer ich sonst bin, verrate ich auf der Seite über mich, oben im Menü. Wenn du also diese Woche etwas Neues ausprobieren willst: Such dir einen Abend aus, pack Turnschuhe und eine Trinkflasche ein und geh hin. Schlimmstenfalls hast du einen blauen Fleck. Bestenfalls hast du nach einem Jahr eine Mannschaft, die dir beim Zügeln hilft, an deinem Geburtstag mit einem schiefen Kuchen vor der Tür steht und dich anruft, wenn du zweimal im Training fehlst. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Hobby und einem Verein. Ein Hobby machst du für dich. Einen Verein machst du mit anderen.
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Wer schreibt hier?
Nadia, Physiotherapeutin aus dem Kleinbasel. Volleyball, Ultimate, im Sommer im Rhein. Kein Verein, keine Werbung, nur Erfahrung. mehr über mich |
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